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Baumnüsse sind ein Energiebündel
Beeren und ihre Heilwirkung
Blähungen einfach beheben
Blasenentzündung
Blutdruck zu hoch
Blutdruck zu niedrig
Eisenmangel nachhaltig behandeln
Erkältungen vorbeugen
Ferien- und Reisebeschwerden (Teil 1)
Ferien- und Reisebeschwerden (Teil 2)
Frühstücksideen für einen guten Start in den Tag
Fusspilz und was dagegen hilft
Gerstenwasser (Barley Water)
Gesundheitsregeln, alte
Hafer ist ein Kraftspender
Hände geschmeidig, gepflegt und gesund
Herpes labialis (Fieberblasen an den Lippen)
Heuschnupfen: Beugen Sie schon im Winter vor
Holzsplitter im Finger
Husten, Halsweh, Heiserkeit
Insektenstiche (Teil 1)
Insektenstiche (Teil 2)
Jetlag-Symptome lindern
Kabis und Olivenöl gegen Schmerzen
Kraftsuppe
Kopfschmerz und was im Moment helfen kann
Menstruationsbeschwerden
Orangen warm zubereitet
Scheidenpilz mit Hausmitteln behandeln
Schlafprobleme
Schwangerschaftsübelkeit einfach lindern
Teebaumöl in der Hausapotheke
Verbrennungen und Verbrühungen
Wickel und Kompressen
zu viel gegessen?
Zahnmedizin - wo Akupunktur hilft



Ferien- und Reisebeschwerden (Teil 1)
Bald beginnt die Ferienzeit und mit ihr kommen manchmal auch Beschwerden, die uns sonst kaum beschäftigen. Sollte das herrliche Sonnenbad einen Sonnenbrand hinterlassen haben, kann dieses Hausmittel Linderung schaffen: 30 Gramm Süssholz in einem Liter Wasser zugedeckt 30 Minuten köcheln, betroffene Stelle im abgekühlten Sud baden oder damit betupfen. Oder ein anderes Rezept: Schlagen Sie Eiweiss steif, geben Sie Zitronensaft dazu und reiben Sie dies auf die Sonnenbrandstelle. Kühlung bringen auch Naturjoghurt oder Quark.

Bei einer Sonnenallergie mischen Sie Meerwasser und Olivenöl zu gleichen Teilen und reiben es an der betroffenen Stelle ein. Und schützen Sie die betroffenen Stellen vor der Sonne.
Leiden Sie in den Ferien unter Verstopfung, trinken Sie zweimal täglich heissen, kräftigen Schwarztee mit einem Esslöffel Honig und essen Sie dazu zwei Baumnüsse. Bei Durchfall hilft Wärme: Geben Sie einen Teelöffel Heilerde in ein Glas warmes Wasser und trinken Sie es. Legen Sie eine warme Bettflasche auf Ihren Bauch. Wenn Sie Fischgräten verschlucken, gurgeln Sie sofort mit Essig oder frischem Zitronensaft und trinken Sie etwas davon. Die Säure macht die Gräte weich.



Ferien- und Reisebeschwerden (Teil 2)
Falls Sie unter Flugangst leiden, versuchen Sie Folgendes: Reiben Sie die Innenseite beider Unterarme drei Fingerbreit hinter der Handgelenksfalte (Akupunkturpunkt „Perikard 6“) mit je einer frischen Ingwerscheibe ein. Diese Anwendung kann auch bei Reiseübelkeit im Auto und auf See helfen. Auch eingenommen ist Ingwer eines der besten Mittel gegen Übelkeit. Probieren Sie kandierten Ingwer oder Ingwertee (einige Scheiben frischen Ingwer und ein wenig Zucker in kochendes Wasser geben) oder lutschen Sie einfach an einer Scheibe frischem Ingwer.
Um Jetlag-Symptome zu lindern, versuchen Sie während des Langstreckenfluges viel zu schlafen und so wenig wie möglich zu essen, lesen oder arbeiten. Mit Akupressur an bestimmten Punkten (je nach Ort und Zeit wo man ist) lassen sich Jetlag-Symptome weiter lindern.
Bei Neigung zu Ödemen bei langen Flügen machen Sie kleine Bewegungsübungen, zum Beispiel Fusswippen. Manche Fluggesellschaften haben in ihren Board-Magazinen Übungen abgebildet. Tragen Sie Kompressionsstrümpfe, trinken Sie Wasser, meiden Sie Alkohol und Kaffee. Wenn Arme und Beine in der Sommerhitze anschwellen und schmerzen, können Sie die fleischigen Blätter des Hauswurz quetschen und auflegen. Auch Tees aus Frauenmantel oder Malve helfen.



 Jetlag-Symptome lindern
In der Akupunktur gibt es die sogenannten Luo-Punkten, die ihre innere Uhr beeinflussen können. Mit Druck an den Luo-Punkten, die mit ihrem Abflug- und Ankunftsort sowie Abflug- und Ankunftszeit übereinstimmen müssen, reagiert ihr Körper nicht mit den lästigen Jetlag-Symptomen, mit denen man sich durch die ersten Ferientage oder nach der Rückkehr zu Hause schleppte.
Während einer einzigen Sitzung zeige ich Ihnen die individuellen Punkte, die sie während der Reise selbst mit Akupressur behandeln können.




Beeren und ihre Heilwirkung
Die Beeren haben Hochsaison. In grösseren Mengen eingenommen haben sie auch einen therapeutischen Effekt, hier sind einige Beispiele:
Ein frisch gepresster Saft aus Himbeeren hat eine fiebersenkende Wirkung. Dank ihrem hohen Gehalt an Salizylsäure wirkt die Himbeere gleichzeitig schmerzlindernd.
Wer unter Heiserkeit leidet oder seine Stimme überbeansprucht hat, macht sich einen Saft aus frischen Brombeeren. Der Saft wird leicht gewärmt und schluckweise getrunken.
Von der Erdbeere sagt man, dass sie Darm und Blut reinige. Der grosse Botaniker Linné heilte mit Erdbeerkuren seine Gicht. Die Erdbeere macht sogar Zähne weisser. Geben Sie gequetschte Erdbeeren auf die Zahnbürste und putzen Sie damit die Zähne.
Der Saft der roten Johannisbeere ist erfrischend und kann Fieber senken. Ausserdem wirkt er appetitanregend und beruhigend auf die Nerven.
Die Heidelbeere ist eine der wertvollsten Wildbeeren, ihr dunkler Saft ist ein gutes Tonikum bei Blutarmut. Die frische Heidelbeere wirkt abführend, getrocknete Heidelbeeren können Durchfall lindern. Der Heidelbeersaft ist auch gut bei erhöhtem Durst.



Fieberblasen an den Lippen (Herpes labialis)
Etwa 10 bis 20 Prozent der Erwachsenen leiden am lästigen wiederkehrenden Herpes labialis. Drücken Sie, sobald Sie Anzeichen des bekannten Spannungsgefühls an der Lippe spüren, eine frisch angeschnittene Zwiebel auf die Stelle. Wirkungsvoll ist auch Teebaumöl, das Sie mit einem Wattestäbchen auftragen können. Manchen hilft Honig, den sie viermal täglich zehn Minuten einwirken lassen. Honig wirkt antibakteriell und desinfizierend. Wer mutig ist, reibt etwas Tigerbalsam auf die Stelle (es brennt!), auch damit soll dem Virus schon der Garaus gemacht worden sein.
Weitere Hausmittel hat die Chinesische Medizin parat: Köcheln Sie 5 Gramm Süssholz in einem Viertel Liter Wasser 10 Minuten lang. Lassen Sie den Sud abkühlen und tupfen Sie damit öfters auf die Fieberblasen. Ein anderes Rezept: Köcheln Sie die Schale eines Apfels 5 Minuten lang in einem Viertel Liter Wasser. Geben Sie 1 Gramm Grünteeblätter und einen Teelöffel Honig dazu, lassen Sie das ganze zwei Minuten ziehen und tupfen Sie damit die Fieberblasen mehrmals ab.
Achtung: Lippenherpes ist auch in der Abheilungsphase noch ansteckend
.



Kraftspender Hafer
„Hafer sticht“ sagen Pferdefachleute, die ihren Pferden vor einem Wettkampf Hafer geben. Hafer ist auch für Menschen ein Heil- und Nährmittel und ein ausgesprochener Kraftspender. Hafer ist das yangigste Getreide, das heisst, das wärmste. Es gibt uns Energie und Wärme. Der gekochte Haferschleim oder Porridge, stärkt und ist geeignet für geschwächte Personen, er wirkt heilend bei Magen- und Darmerkrankungen. Haferkleie regt die Darmperistaltik an. Kleie braucht gleichzeitig viel Flüssigkeit, sonst nimmt sie diese aus dem Darm. Haferwasser (ein bis zwei Esslöffel Hafer in einem Liter Wasser kochen) schliesst die Poren, lindert das Schwitzen und stärkt das Immunsystem. Hafer ist ausserdem eine gute Hirnnahrung und wirkt positiv auf klares Denken. Ein wirkungsvolles Schlafmittel sind Haferflocken in etwas kalter Ziegenmilch und wenig Honig, direkt vor dem Schlafengehen eingenommen. Dieses Müesli wirkt beruhigend. Im Weiteren unterstützt der Hafer die Blut- und Zellbildung, er stärkt die Nerven und hilft bei schlechten Cholesterinwerten und Arteriosklerose. Das getrocknete Haferstroh wird als Badezusatz bei Haut- und Rheumabeschwerden verwendet.




Akupunktur in der Zahnmedizin
Vermehrt wird Akupunktur in der Zahnmedizin angewendet. Durch das Stechen in bestimmte Punkte können Schmerzen während oder nach der Behandlung gelindert werden. Die Akupunktur ist auch hilfreich für Personen mit grosser Angst vor Spritzen oder der Behandlung selbst. Auch bei Schwangeren, die keine Spritze erhalten dürfen, wird Akupunktur schmerzlindernd eingesetzt. Weitere Anwendungsgebiete sind ein störender Würgereflex, Kiefergelenksbeschwerden oder Zähneknirschen, das langfristig die Zähne schädigt.
Gerne informiere ich Sie unverbindlich.



Wenns sticht (Teil 1)
Irgendwas sticht immer: Bremsen, Mücken, Bienen oder Wespen.
Der Spitzwegerich ist überall zu finden, er wirkt antibiotisch bei Insektenstichen. Legen Sie frische, gequetschte Blätter gleich nach dem Stich auf die betroffene Stelle. Es lohnt sich, bei Wanderungen und Picknicks immer eine frische Zwiebel oder Zitrone dabei zu haben. Eine frisch angeschnittene Zwiebel- oder Zitronenscheibe auf der Stichstelle hilft, das Gift herauszuziehen. Ebenfalls lindern Essig, starkes Salzwasser, ein bis zwei Tropfen Teebaumöl, ein feuchter Würfelzucker oder frische, zerdrückte Kohlblätter auf der Einstichstelle den Juckreiz.
Beim Bienenstich gilt es, den Stachel sofort zu entfernen, dabei darf die Giftdrüse nicht gedrückt werden, sonst entleert sich noch mehr Gift in die Einstichstelle.
Legen Sie bei Bienen- und Wespenstichen einen Umschlag aus Natron und Wasser auf die Stichstelle. Altbekannte Mittel bei Insektenstichen sind auch Salmiakgeist oder essigsaure Tonerde.
Speziell beim Mückenstich wende ich gerne folgendes an: Ich presse einen erhitzten Teelöffel auf die Einstichstelle, denn bei über 45 Grad wird das Gift durch Gerinnung zerstört.



Wenns sticht (Teil 2)
Auch hier gilt, vorbeugen ist besser als heilen. Sie können sich vor Insektenstichen schützen, indem Sie sich mit Eukalyptusöl oder Lorbeeröl einreiben. Mücken und Bremsen mögen auch ätherisches Lavendelöl nicht, ich gebe jeweils einige Tropfen davon in die Sonnencrème.
Gegen Mücken, die Ihren gemütlichen Grillabend stören, gibt es wohlriechende Schutzmassnahmen. Spicken Sie Zitronenscheiben mit einigen Gewürznelken und stellen Sie diese auf den Tisch oder hängen Sie sie auf. Zerriebene Salbeiblätter, die Sie in einem feuerfesten Behältnis anzünden und vor sich hinglimmen lassen, verströmen einen würzigen Geruch, den Mücken nicht mögen. Ein mit Nelkenöl getränktes Tuch, das Sie im Freien aufhängen, hält Fliegen und Mücken fern.
Katzenminze oder eine Tomatenpflanze auf dem Fensterbrett verhindern, dass Mücken durch das Fenster in die Wohnung gelangen.
Wenn die Mücke beim Grillabend doch gestochen hat: Lassen Sie von einer brennenden Kerze einen heissen Tropfen Wachs auf den frischen Stich fallen. Das lindert den Schmerz und die Hitze zieht das Gift heraus.


Immer wieder Scheidenpilz
Es wird angenommen, dass drei von vier Frauen mindestens einmal im Leben einen Scheidenpilz haben. Ein medikamentös behandelter Scheidenpilz kommt gerne wieder zurück. Die Naturheilkunde kennt viele Mittel gegen den Pilz. Machen Sie beim ersten Jucken eine Spülung mit Salzwasser, am besten mit einer Vaginaldusche, die in der Apotheke erhältlich ist. Wiederholen Sie diese Spülung während einer Woche täglich. Hirse ist ein Heilmittel bei allen Pilzen. Essen Sie mindestens einmal täglich ein Hirsegericht. Naturjoghurt, lokal aufgetragen, lindert den Juckreiz und stärkt die Flora. Machen Sie Sitzbäder oder Intimwaschungen mit warmem Wasser, dem Sie drei Esslöffel Apfelessig, etwa 10 Tropfen Teebaumöl eine Tasse ,Molke, Schafgarbe oder Eichenrinde zugeben. Ein in Olivenöl getunkter Tampon in die Vagina eingeführt, schützt vor einer Infektion im Chlorwasser. Schwimmen im See oder Meer ist kein Problem. Zucker, Weissmehl und Alkohol nähren den Pilz. Tragen Sie ausschliesslich Unterwäsche aus Baumwolle und waschen Sie diese heiss. Verwenden Sie Binden statt Tampons.


Blähungen
Blähungen entstehen, wenn Nahrungsmittel im Darm gären. Wärme von innen und aussen wirkt lindernd. Legen Sie einen Leibwickel mit heissem Essigwasser (ein Teil Essig, zwei Teile Wasser) auf, erneuern Sie ihn nach zwanzig Minuten. Wenn möglich, nehmen Sie ein heisses Bad und massieren Sie anschliessend leicht den Bauch mit Olivenöl ein. Das kann auch bei Säuglingen helfen.
Manchen hilft, viel heisses Wasser zu trinken. Wirksam ist ebenfalls eine Teemischung aus Fenchel- und Kümmelsamen. Sie wird so heiss wie möglich getrunken, am besten schon vor dem Essen. Versuchen Sie auch einen Kamillentee mit Lakritze (Süssholz). Kamille wirkt krampflösend, Süssholz unterstützt die Verdauung. Die chinesische Medizin verwendet bei Blähungen getrocknete Mandarinenschalen. Kochen Sie einige Streifen davon im Essen mit oder machen Sie einen Tee, indem Sie die getrockneten Schalen zirka 15 Minuten köcheln.
Um Blähungen zu vermeiden, essen Sie langsam und kauen Sie richtig. Bewegen Sie sich viel. Geben Sie viele frische Küchenkräuter wie Dill, Kümmel, Maggikraut, Basilikum, Thymian oder Schnittlauch in die Speisen, sie wirken verdauungsfördernd.


Kopfschmerz
Viele Menschen kennen lästige Kopfschmerzen. Je nach Kopfschmerz-Art können verschiedene Hausmittel helfen.
Kopfschmerz ohne Erschöpfung: Der Kopfschmerz ist stark, aber müde fühlen Sie nicht. Hier muss die Energie vom Kopf abgezogen werden. Dies kann mit einem Espresso mit Zitronensaft funktionieren, ziehen Sie rote Socken an und massieren Sie ihren grossen Zeh.
Kopfschmerz mit Erschöpfung: Hier ist der Schmerz nicht besonders ausgeprägt jedoch ist die gleichzeitige Müdigkeit stark. Ihr Körper verlangt nach Ruhe, legen Sie sich hin und halten Sie sich warm, das ist in diesem Fall die beste Therapie.
Spannungskopfschmerz: Der Spannungskopfschmerz ist oft psychisch bedingt, wenn Sie sich ärgern, kann aber auch vom verspannten Nacken kommen. Machen Sie sich aus einem halben bis ganzen Teelöffel Curcumapulver und einer Prise schwarzen Pfeffer einen Tee. Auch Jogging kann die Blockade lösen.
Kopfschmerz am Wochenende nach dem Ausschlafen: Diese Art von Kopfschmerz braucht meist keine Therapie. Es genügt, wenn Sie zur gleichen Zeit aufstehen wie werktags, etwas Trinken und Wasser lösen, danach können Sie wieder zu Bett gehen. Ihr Körper verlangt nach diesem Rhythmus.


Verbrennungen und Verbrühungen

Bei jeder Verbrennung oder Verbrühung lautet die Sofortmassnahme: kühlen. Die betroffene Körperstelle wird sofort in Wasser eingetaucht oder mit Wasser abgespritzt, 15 bis 20 Minuten lang. Das Wasser soll 25 bis 30 Grad warm sein. Ist die Verbrennung grösser als die Handfläche des Patienten (beim Kind grösser als ein Fünfliber), über Gelenken oder im Gesicht, soll man zum Arzt.

Nach der Sofortmassnahme fördern folgende Mittel die Wundheilung: ein paar Tropfen Teebaumöl, Lavendelöl, Johanniskrautöl, rohes Eiweiss, Honig, der frische Saft eines Aloe vera Blattes, des Huflattichs, der Zwiebel oder der Kartoffel. Hausmittel sind keine Wundermittel, sie wirken, wenn man sie regelmässig und wiederholt anwendet.

Zur Sofortmassnahme gibt es noch andere Meinungen: In der Homöopathie („Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt“) benutzt man nicht kaltes, sondern warmes Wasser. Die Chinesische Medizin nimmt Sojasauce statt Wasser, denn Sojasauce stoppt die Verbrennung. Und eine Schwyzerin hat mir erzählt, dass sie mit Kirsch statt Wasser kühle, was besser für die Wundheilung sei.



Hilfe bei Schwangerschaftsübelkeit
Schwangere Frauen leiden im ersten Trimester der Schwangerschaft häufig unter Übelkeit und Erbrechen. Mit einigen Tipps können Sie die Beschwerden oft nicht ganz verhindern, aber wenigstens lindern. Eine hauptsächliche Massnahme ist, dass Sie morgens VOR dem Aufstehen eine Kleinigkeit essen, zum Beispiel etwas Zwieback und einen warmen Tee trinken. Legen Sie diesen Snack schon am Abend an Ihr Bett. Essen Sie mehrere, kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt und abends nur eine leichte, gekochte Mahlzeit. Kommt zur Übelkeit ein verminderter Appetit, empfehle ich morgens einen Ingwertee. Dafür geben Sie etwas frischen, geschälten Ingwer und wenig Zucker in eine Tasse, giessen heisses Wasser dazu und lassen den Tee einige Minuten zugedeckt ziehen.
Ebenfalls empfehlenswert sind Spaziergänge an der frischen Luft und Ruhepausen nach den Mahlzeiten.

Meiden Sie nach Möglichkeit folgendes: Eiskalte Getränke und kalte Speisen direkt aus dem Kühlschrank, fettige und stark gewürzte Speisen, glutenhaltige Lebensmittel (Weizen und Dinkel enthalten viel Gluten).


Ein Holzsplitter im Finger
Ein Holzsplitter in Hand oder im Fuss - das passiert halt einfach hin und wieder. Mit folgenden Massnahmen lässt sich der Splitter leichter entfernen. Machen Sie ein „Dampfbad“. Geben Sie heisses Wasser in eine Glasflasche und halten Sie den Finger über die Flaschenöffnung. Die Haut weicht sich stark auf und der Splitter kann leicht herausgedrückt werden. Auch mit einem Zwiebelbrei lassen sich binnen kurzer Zeit Holzsplitter oder andere Fremdkörper aus der Haut ziehen. Dazu raffeln Sie eine grosse Zwiebel auf ein Küchentuch und verbinden mit diesem Brei die Wunde. Ebenfalls gut wirkt warmes Olivenöl, um die betroffene Hautstelle aufzuweichen. Das funktioniert auch bei Splittern unter dem Fingernagel. Um die Haut aufzuweichen können Sie Hand oder Fuss auch in warmem Seifenwasser baden, etwa zwanzig Minuten lang.
Und wenn Sie mal die feinen Häärchen oder Stacheln eines Kaktus erwischen, die Sie kaum mehr aus der Haut bekommen, geben Sie einfach heisses Wachs über die Stelle. Wenn es abgekühlt und hart ist, entfernen Sie das Wachs mit den Stacheln drin.


Volkskrankheit Eisenmangel
In meiner Praxis gehört der Eisenmangel als Erschöpfungskrankheit zum Alltag. Nicht nur Frauen sind betroffen, vermehrt auch Männer und Kinder. Sie können mit Nahrungsmitteln Ihre Blutbildung anregen. Oft genannt wird hier die Brennessel, trinken Sie täglich zwei bis drei Tassen Brennesseltee. Dunkle Säfte aus Heidelbeeren, Rande oder Casis unterstützen ebenfalls die Blutbildung. Meiden sollten Sie Kaffee, Schwarz- und Grüntee, diese werden als „Eisenhemmer“ bezeichnet.
Paranüsse ersetzen eine Mahlzeit, heisst es. Dank ihrem Mineralgehalt leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur Anregung der Blutneubildung. Fleisch hat einen hohen Eisengehalt, es genügen aber kleine Portionen Fleisch. Besonders hoch ist der Eisengehalt von Innereien, aufgrund der Schadstoffbelastung empfehle ich Innereien nur aus biologischer Tierhaltung. Vitamin C unterstützt die Eisenaufnahme, trinken Sie zwischendurch frisch gepresste Säfte oder geben Sie einen Spritzer Zitronensaft in die Salatsauce oder ihr Getränk.
Nicht zu vergessen ist die Bewegung an der frischen Luft, die die Blutbildung ebenfalls positiv anregt.




Energiebündel Baumnuss

Nun sind die Baumnüsse reif und manch einer freut sich über die wertvolle Ernte, denn die Baumnuss ist ein reichhaltiges Lebensmittel. In der Chinesischen Medizin ist die Baumnuss als Zubringer von Qi (Energie) und Blut bekannt. Zudem kann sie den Darm befeuchten, das heisst, sie hilft bei trockenem Stuhl oder trockener Verstopfung. Ihr reicher Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, den sogenannt guten Fetten, macht die Baumnuss wirksam im Kampf gegen zu hohe Cholesterinwerte und gegen die Bildung von Arteriosklerose. Die Omega-3-Fettsäuren in der Baumnuss regulieren den diastolischen Blutdruck sowohl im Ruhezustand als auch unter Belastung. Wer regelmässig Baumnüsse isst, kann rheumatische Arthritis lindern und die steifen Glieder werden beweglicher. Baumnüsse enthalten ausserdem Melatonin, das unseren Schlaf-Wach-Rhythmus steuert. Eine Handvoll Baumnüsse jeden Abend regelmässig eingenommen hilft gegen Schlaflosigkeit.

Die Baumnuss setzt rasch Schimmel an, das sind die ganz feinen Spinnfäden, die sie oft in der Baumnuss finden. Werfen Sie diese Nüsse weg, denn Schimmelpilz ist krebserregend.


Hartnäckiger Fusspilz

Der Fusspilz ist äusserst infektiös und breitet sich rasch aus. In öffentlichen Räumen und Nasszellen, wo andere Leute barfuss gehen, sollten Betroffene zu ihrem eigenen Schutz stets Badeschuhe tragen. Der Fusspilz mag es warm und feucht, deshalb sollen Schuhe und Socken nicht aus synthetischen Materialien sein. Ist der Pilz aktiv, gibt es ein einfaches Hausmittel. Waschen und trocknen Sie die Füsse und Zehenzwischenräume gründlich. Tragen Sie morgens und abends einige Tropfen Teebaumöl auf. Nach zehn Tagen konsequenter Anwendung sollte der Fusspilz verschwunden sein. Anstelle von Teebaumöl können Sie auch Knoblauchsaft verwenden, auch er lässt Hautrisse und Juckreiz verschwinden. Wer Zeit hat, macht zusätzlich täglich ein Fussbad. Geben Sie diesem Fussbad entweder Apfelessig oder Kamillenextrakt bei. Hilfreich ist auch Heilerde für die äussere Anwendung. Pudern Sie Ihre Füsse zweimal täglich mit der Heilerde, besonders auch zwischen den Zehen. Heilerde enthält viele Mineralstoffe und kann Feuchtigkeit absorbieren, welche dem Pilz ein guter Nährboden ist.  


Zu niedriger Blutdruck

Der zu niedrige Blutdruck muss selten medizinisch behandelt werden, ist für die Betroffenen aber aufgrund seiner Symptome wie Schwindel, Kopfschmerz, Müdigkeit oder Schlafstörungen unangenehm. Was hilft? Alles, was die Durchblutung fördert: Bewegung ist das A und O und bringt den müden Blutdruck in Schwung. Gut geeignet sind Ausdauersportarten wie Wandern, Schwimmen oder Velofahren. Es spielt keine Rolle, welchen Sport Sie wählen, wichtig ist, dass Sie regelmässig und konsequent dran bleiben. Genauso wirkungsvoll können Yoga oder Qi Gong-Übungen sein. Achten Sie auch auf eine genügende Flüssigkeitszufuhr. Trinken Sie noch vor dem Aufstehen ein grosse Tasse Tee oder ein Glas Wasser. Nachts verliert der Körper durch Schwitzen und Atmen etwa einen halben Liter Wasser. Machen Sie morgens und abends eine Trockenbürste-Massage. Probieren Sie morgens ein salziges Frühstück oder eine heisse Bouillon. Rosmarin wirkt herzanregend. Trinken Sie Rosmarintees und machen Sie Voll- oder Fussbäder mit einem Rosmarinzusatz. Ausserdem hat die Mistel eine blutdruckregulierende Funktion, sie kann hohen Blutdruck senken und tiefen Blutdruck heben.


Morgens wie ein Kaiser …
Esse morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König, abends wie ein Bettler. Alle wissen es und keiner tut es. Wenn es jetzt wieder kälter wird, probieren Sie doch mal ein warmes, gekochtes Frühstück aus, wie es die Fünf-Elemente-Küche empfiehlt. Porridge: Köcheln Sie Haferflocken mit der dreifachen Menge Wasser und einer Prise Salz während 15 Minuten weich. Lassen Sie den Brei nachquellen, der Porridge sollte eine feucht-breiige Konsistenz haben. Nach Belieben geben Sie Honig, Gewürze, Früchte oder Nüsse bei. Süsse Vollkornpfannkuchen: Mischen Sie je sechs Esslöffel Dinkel- und Weizenvollkornmehl, geben Sie zwei Eier, zwei Esslöffel Rohrzucker, zwei Messerspitzen Kakaopulver und eine Messerspitze Zimt zu. Rühren Sie die Mischung mit Wasser zu einem dickflüssigen Teig an und backen daraus kleine Pfannkuchen. Gekochtes Getreidemüesli: Mischen Sie Hirse, Buchweizen, Amarranth und Quinoa zu gleichen Teilen, köcheln Sie diese mit der dreifachen Menge Wasser und einer Prise Salz während 20 Minuten weich. Lassen Sie das Müesli nachquellen (das Getreide darf nicht knackig sein) und schmecken es nach Belieben ab.


Erkältungen vorbeugen
Eine ErKÄLTung ist das Ergebnis von KÄLTE, die in unseren Körper eindringt. Ist das Immunsystem stark genug, schadet die Kälte unserem Körper nicht. Folgende Methoden stärken Ihr Immunsystem: Schlafen Sie etwas mehr. Im Winter soll man ruhen und Kräfte sammeln, wie die Pflanzen. Ernähren Sie sich wärmend und leicht verdaulich. Das Wärmen von Innen ist das wichtigste. Lange gekochte Nahrungsmittel (Suppen, Eintöpfe) geben mehr Wärme und Energie ab als Rohkost und Joghurt – probieren Sie es aus! Der Körper ist nicht was er isst, sondern was er verdaut. Bewegen Sie sich oft und mit gut schützender Kleidung an der frischen Luft. Wer regelmässig etwas joggt oder zügig spaziert, ist selten erkältet. Trinken Sie jeden Morgen einen Ingwertee (einige Scheiben frischen Ingwer und ein wenig Zucker in kochendes Wasser geben). Machen Sie täglich ein wärmeansteigendes, heisses Fussbad. Beginnen Sie mit einer angenehmen Wassertemperatur von ca. 37 Grad und steigern es in den nächsten Minuten so hoch, wie es noch erträglich ist. Lassen Sie dann Ihre Füsse noch einige Minuten im heissen Wasser.

Wer beruflich nahen Kontakt zu Menschen hat, kann sich eine Virenbarriere mit einer Knoblauchzehe machen. Ziehen Sie eine geschälte Knoblauchzehe mit einer Nadel auf eine Schnur und hängen sie sich um den Hals, aber nicht auf die nackte Haut. Das empfehle ich auch für Kindergarten- oder Schulkinder, die immer wieder erkältet sind.


Geschmeidige Hände
Gepflegte Hände sind nicht nur schön, die gesunde Haut ist im Winter auch ein Schutz vor Kälte und Trockenheit. Gerötete, rissige Hände baden Sie regelmässig in warmer Milch, der sie wenige Tropfen Speiseöl beigeben. Rauhe Hände halten Sie kurz unter warmes Wasser, danach geben Sie auf die noch feuchten Hände einen halben Teelöffel Streuzucker und ein bis zwei Esslöffel Olivenöl. Reiben Sie Ihre Hände ein paar Minuten kräftig damit ein, danach mit Seife waschen. Nun haben Sie wunderbar geschmeidige Hände. Ein anderes Rezept gegen raue Hände ist: Auf einen Liter warmes Wasser einen Esslöffel Honig beimischen und darin die Hände waschen. Gegen Handschweiss können Sie Ihre Hände in starkem Salbeitee baden oder die Hände mit einer Wasser-Essig-Mischung waschen. Drei Teile Wasser, ein Teil Essig. Verschmutzungen an den Händen können mit einem Brei aus Puderzucker und etwas Zitronensaft schonend gereinigt werden. Knoblauchgeruch an den Händen entfernt man durch Waschen mit Speisesalz. Brüchige Fingernägel reibt man täglich mit Olivenöl ein und bestreicht sie auch vor nassen Arbeiten damit.

Sie können sich auch Ihre eigene Handcrème zusammenstellen: 20 Gramm Mandelöl, 30 Gramm reines Glycerin, 50 Gramm Zitronensaft und 20 Gramm Kölnischwasser. Füllen Sie alles in eine Flasche, schütteln Sie es gut durch und massieren damit Ihre Hände ein.



Teebaumöl in der Hausapotheke
Teebaumöl ist ein kleiner Alleskönner, es wirkt entzündungshemmend und wundheilend. Bei Pickeln und Fieberblasen an den Lippen: Tragen Sie Teebaumöl mit einem Wattestäbchen mehrmals täglich pur auf. Bei schuppiger und juckender Kopfhaut: Geben Sie fünf bis sieben Tropfen ins Shampoo und waschen damit die Haare, lassen Sie das Shampoo einige Minuten einwirken. Bei Halsschmerzen und -entzündungen: Gurgeln Sie mehrmals täglich mit warmem Wasser, dem Sie fünf bis zehn Tropfen Teebaumöl beigeben. Bei Ohrenschmerzen: Geben Sie zwei Tropfen Teebaumöl auf einen Wattebausch und führen ihn vorsichtig in den Gehörgang. Zehn Tropfen Teebaumöl im Badewasser helfen bei unreiner Haut und / oder Abgespanntheit. Wenige Tropfen Teebaumöl auf der Zahnbürste oder in der Zahnpasta vermindern die Keime in der Mundhöhle, erfrischen den Atem und mindern bei regelmässiger Anwendung den Zahnbelag. Teebaumöl wirkt abtötend auf viele Pilze, zum Beispiel Nagelpilz. Er kann auch Schimmelpilz hemmen. Geben Sie dafür etwa zwanzig Tropfen in das Wischwasser von gefährdeten Räumen.


Heuschnupfen: Beugen Sie schon im Winter vor!

Warum reden wir denn jetzt schon über Heuschnupfen? Weil die Heuschnupfen-Geplagten bereits im Winter vorbeugen sollen, damit die Symptome im Frühling weniger heftig ausfallen. Das wirksamste Hausmittel gegen Heuschnupfen, das ich kenne, ist Honig. Kaufen Sie sich Frühlingshonig von einem Imker, der maximal drei Kilometer entfernt von Ihnen seine Bienen hält. Nehmen Sie von diesem Honig täglich und konsequent zwei Teelöffel ein. Achten Sie ausserdem auf genügend Feuchtigkeit in Ihren Wohn- und Arbeitsräumen, vom Chemineefeuer rate ich ab, es macht die Luft und Ihre Schleimhäute trocken. Trockene Nasenschleimhäute sind der Nährboden für Ihre Heuschnupfensymptome. Machen Sie sich eine Teemischung aus Salbei, Thymian, Pfefferminze und Lindenblüten zu jeweils gleichen Teilen und trinken Sie davon täglich drei Tassen. Ebenfalls ist Brennesseltee bei allen Allergien hilfreich. Essen Sie vermehrt warme, gekochte Mahlzeiten (ein warmes Frühstück, selbst gemachte Suppen, lange gekochte Eintöpfe), die Ihrem Körper Energie und Wärme geben und dadurch das Immunsystem stärken.

 

Was während der Heuschnupfensaison für Geplagte wichtig ist, können Sie bereits jetzt anwenden: Befeuchten Sie Ihre Nasenschleimhaut immer wieder mit Olivenöl, mehrmals täglich. Am besten haben Sie immer ein kleines Fläschen Olivenöl mit sich und nach jedem Nase schnäuzen streichen Sie Ihre Nasenschleimhäute wieder mit wenig Öl ein. Machen Sie dies auch bei langen Flügen, im Flugzeug sinkt die Luftfeuchtigkeit auf Null Prozent.

Um das Immunsystem zu stärken empfehle ich auch, während der kalten Monate täglich Strath einzunehmen. Strath gibt’s in der Drogerie/Apotheke und ist ein natürlicher Kräuterblutsaft. Heuschnupfen-Geplagte erzählen, dass sie ihre Symptome lindern können, wenn sie in den kalten Monaten Strath einnehmen.





Menstruationsbeschwerden
Bei manchen Frauen kommt die Menstruation regelmässig und schmerzfrei. Andere dagegen haben vorher Schmerzen, sind lustlos oder gereizt, haben Essgelüste oder keinen Appetit. Diesen Frauen hilft ein wärmeansteigendes Fussbad mit etwas Senfmehl (aus der Apotheke/Drogerie). Das warme Wasser zieht das Blut nach unten, die Menstruation tritt dann schmerzfrei ein. Wirkungsvoll gegen Krämpfe ist eine mehrwöchige Kur mit dem Absud von Schafgarbe, Gänsefingerkraut und Zitronenmelisse. Ebenfalls kennt man den Mönchspfeffer gegen Krämpfe. Warme Dampfkompressen (ohne Zugabe, heisses Wasser genügt) oder ein warmer Heublumensack auf dem Unterleib lindern die Krämpfe von aussen. Eine Aromatherapie mit Majoran und Wacholder regt die Hormonausschüttung an und ist bei zu schwacher Menstruation angezeigt. Geben Sie ein paar Tropfen dieser ätherischen Öle in eine Duftlampe. In China trinkt man gegen Mensschmerzen folgendes Dekokt: Zehn schwarze Pfefferkörner und einige Scheiben frischen Ingwer werden eine halbe Stunde lang in einem halben Liter Wasser geköchelt, anschliessend mit viel Zucker getrunken.

 

Schmerzen, Unregelmässigkeiten und psychische Veränderungen rund um die Mens haben meist mit einem Qi- oder Blutstau zu tun. Sowohl hiesige Hausmittel als auch chinesische Heilmittel reagieren darauf mit warmen oder heissen Therapien. Die Beschwerden können durch Akupunktur meist einfach und schon ab dem ersten Zyklus gelindert werden.


Alte Gesundheitsregeln
publiziert 1984, aber immer noch gültig 

1.  Sich jederzeit schützen vor Feuchtigkeit, kalten Füssen, Luftzug und raschem Temperaturwechsel.
2.  
Regelmässige Essenzeiten
3.  
Nach dem Essen eine halbe Stunde Ruhe, dann leichte körperliche Bewegung, keine Geistesarbeit. *)
4.  
Geistige Arbeit *) nur mit nüchternem Magen oder leichter Kost.
5.  
Verlassen der Tafel noch mit einigem Appetit.
6.  
Reichtzeitige Bettruhe, vor Mitternacht. Der Schlaf am Tag wiegt den der Nacht nicht auf.
7.  
Ein Vergnügen auf Kosten der Gesundheit, heisst das Recht zu verlieren, sich zu beklagen, wenn man krank ist.
8.  
Richtig gekaut ist halb verdaut.
9.  
Eine alte Weisheit: Solange Stuhl und Urin nicht gut abgehen, wirkt keine Medizin, nützt keine Salbe, kein Pulver und heilt keine Wunde. Beides sind Anzeichen, dass der Stoffwechsel nicht richtig funktioniert, der wichtigste aller Wechsel.
10.
Trinke nie in den Zorn Alkohol, meide eisgekühlte Getränke, insbesondere eisgekühlte Milch. Beides ist sehr gesundheitsschädigend.
11.
 Es kommt nicht darauf an, wie rasch ein Mittel wirkt, sondern wie es heilt.

*) Unter geistiger Arbeit ist hier eine denkende, kreative Arbeit gemeint. Büroarbeitende sollen sich Routinearbeiten und fordernde Konzeptarbeiten nach ihrem täglichen Energierhythmus einteilen. Mit vollem Magen denkt sich schlecht.

Auszug aus dem Buch „Natürliche Heilmittel“, AT Verlag Aarau und München. Der Titel ist leider vergriffen.
 



Schlafprobleme 

In der Chinesischen Medizin sagen wir, Schlafprobleme entstehen aufgrund eines energetischen Ungleichgewichtes. Einschlafprobleme haben eine „Blutschwäche“ als Ursache, Durchschlafprobleme sind eine Feuer-Wasser-Disharmonie. Weitere Gründe können aus der Umwelt mit Strom, elektromagnetischen Strahlen, Wasseradern oder belastenden Baumaterialien kommen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, was Sie selbst bei Schlaflosigkeit unternehmen können. Eine erste Auswahl steht hier, mehr folgt nächste Woche.

In einem dreissigjährigen Hausmittel-Büchlein steht: Viele Menschen könnten ihre stark wirkenden Schlaftabletten weglassen, würden sie Baldrian richtig und konsequent anwenden. Machen Sie eine Kur mit Baldriantee über mehrere Wochen. Ganz wichtig für einen gesunden Schlaf ist die Entspannung. Meditation, Yoga oder Autogenes Training, jeden Abend vor dem Schlafengehen während zirka zwanzig Minuten gemacht, wird Ihre Schlafqualität langfristig verbessern. Baumnüsse enthalten viel Melatonin, das ist unser Schlafhormon. Neurologen raten, drei Stunden vor dem Schlafen eine Handvoll Baumnüsse zu essen.

Entscheidend ist nicht nur die Schlafdauer, sondern auch die Tiefe des Schlafes. Diese ist am grössten, wenn Sie nach Ihrer inneren Uhr schlafen können. Schlaftabletten machen zwar schläfrig, doch die Qualität des Schlafes verbessern sie nicht.

Die Farbe Türkis hilft gegen Schlafstörungen. Tragen Sie ein türkisfarbenes Shirt oder bringen Sie mit Bettwäsche, Vorhängen oder einem Bild Türkis in Ihr Schlafzimmer. Gemäss Feng Shui können Spiegel den Schlaf stören. Entfernen Sie die Spiegel aus Ihrem Schlafzimmer oder decken Sie sie nachts mit einem Tuch ab. Wer Edelsteine zur Hilfe nehmen möchte, lege einen Rosenquarz neben sein Bett, er schützt vor Strahlen. Entladen Sie den Rosenquarz mindestens zweimal wöchentlich, indem Sie ihn unter fliessendem Wasser waschen und dann in die Sonne legen. Früher schwörte man auf das Dachsfell, das bei vielen Krankheiten half, unter anderem auch bei chronischen Schlafproblemen. Um das Einschlafen zu fördern, lenken Sie Ihren Geist ab. Versuchen Sie es mit rückwärts zählen, von hundert bis null. Wenn Säuglinge und Kinder nicht schlafen können, machen Sie eine Fussmassage. Sanftes Massieren der Füsse wirkt beruhigend, nicht nur bei Kindern.


Zu viel gegessen?

Für die Kinder bedeutet Weihnachten beschenkt werden, für uns Erwachsene steht Weihnachten für üppige Mahlzeiten … bis uns nicht mehr wohl ist. Verdauungsfördernd sind alle Digestifs, da vor allem die Kräuterbitter. Eine ähnliche Wirkung haben ein starker Espresso mit einem Löffel Zucker und natürlich verdauungsfördernde Tees aus Fenchel, Anis, Kümmel etc. In der chinesischen Kräuterheilkunde verwendet man getrocknete Mandarinenschalen als Verdauungshelfer. Geben Sie einen Esslöffel davon in einen halben Liter Wasser, köcheln sie diesen Tee 20 Minuten und trinken ihn anschliessend ohne Zucker.

Die Kugel Glacé oder Sorbet, welche in den Restaurants gerne zwischen den Gängen einer Festmahlzeit serviert wird, fördert die Verdauung nicht. Im Gegenteil, Kälte blockiert die Verdauung. Aber durch die Kälte spürt man die Magennerven weniger und man kann besser weiter essen.

Essen Sie sich nur zu drei Viertel satt, so kann sich die Nahrung im Magen noch bewegen. Eine Frau sagte mir einmal, bei gemeinsamen Festessen gebe sie dem Zwischenmenschlichen mehr Raum als dem Essen, das schütze sie vor dem Überessen.


Wickel und Kompressen

Kartoffelwickel: Gegen Bronchialkatarrh und hartnäckigen Husten hilft ein Kartoffelwickel. Die Kartoffeln werden geschwellt, dann zerstossen und zwischen einem Tuch möglichst heiss einmal auf die Brust und einmal auf den Rücken aufgelegt. Man lässt den Wickel so lange drauf wie er warm ist.

Salzwasserkompressen: Lösen Sie eine Handvoll Meersalz in einem Liter Wasser auf. Das Wasser soll warm sein, wenn Sie innere Stauungen und Verschleimungen sowie Verstopfung behandeln wollen. Das Wasser soll kalt sein, wenn Sie leichte Verbrennungen behandeln wollen. Tränken Sie ein Handtuch im Salzwasser und legen es auf die betroffene Körperstelle.

Dampfkompresse: Schon so manche Erkältung konnte ich im Keim ersticken, wenn ich sofort eine heisse Dampfkompresse auf den Nacken gelegt habe. Dazu gibt man etwas dämpfendes Wasser in die Mitte eines Frottetuches, das man satt faltet und auf den Nacken oder oberen Rücken legt. Solange anwenden, wie es heiss ist und Vorsicht vor Verbrennungen! Eine Essigkompresse auf dem Unterleib fördert die lokale Durchblutung und ist hilfreich bei Mensbeschwerden und Blähungen.


Kabis und Olivenöl gegen Schmerzen
Ein altbekanntes und bewährtes Hausmittel ist das Kabisblatt. Es findet bei vielen akuten und chronischen Schmerzen und Schwellungen Anwendung, beispielsweise Ischiasschmerzen, Tennisellbogen oder Kniebewerden. Schneiden Sie den festen Strunk in der Mitte des Kohlblattes raus, walzen Sie das Kohlblatt mit einer Flasche etwas weicher und legen Sie es über Nacht auf die schmerzende Körperstelle. Sie können es vorher auf der Heizung oder einer Bettflasche etwas anwärmen. Befestigen Sie es gut mit einer elastischen Binde oder anderen Hilfsmitteln. Waschen Sie morgens die betroffene Körperstelle mit warmem Wasser und massieren Sie drei Minuten lang Olivenöl auf die noch feuchte Haut.

Der als Kabisdoktor bekannte Pater Thomas Häberle (1912 – 1997) hat mit der Kombination Kabisblatt und Olivenöl vielen Menschen helfen können.

Grundsätzlich gilt, je länger die Beschwerden bestehen, desto länger dauert die Therapie. Seien Sie geduldig und konsequent in der Anwendung.

Übrigens ist Olivenöl auch ein Schönheitsmittel, massieren Sie täglich etwas Olivenöl auf die trockene, faltige Haut; die Haut wird dadurch straffer.


Heilsames Gerstenwasser
Das Gerstenwasser (auch Barley Water) ist ein schmackhaftes Getränk mit zahlreichen gesundheitsunterstützenden Eigenschaften. Beim Kochen entwickelt sich der heilsame Gerstenschleim. Dieser wirkt beruhigend bei akuten Reizungen von Magen und Darm und soll noch besser wirken als der bekannte Haferschleim. So kann es helfen Magengeschwüre zu heilen, Durchfall zu stoppen und kleine Blasen- und Nierensteine auszuspülen. Gerstenwasser hilft Fieber zu senken und sogar asthmatische Zustände zu mildern. Daran ist eine Eiweisssubstanz (Hordenin) beteiligt, die zu niedrigen Blutdruck reguliert. Es entwässert und verbessert die Struktur der Haut, es wirkt gewebeverfeinernd und unterstützend bei allen Hauterkrankungen. Und so wirds gemacht: 50 g Gerstenkörner, eine Zimtstange, drei Nelken, 2 getrocknete Feigen und wenig Ingwer werden in zwei Liter Wasser eineinhalb Stunden gekocht, der Saft abgeseiht und nach Belieben mit Zitrone und Apfelsaft abgeschmeckt. Das Getränk kann heiss oder kalt getrunken werden.


Zu hoher Blutdruck

Ein zu hoher Blutdruck ist mit Hausmitteln nicht einfach zu behandeln. Wer blutdrucksenkende Medikamente einnimmt, darf diese nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt reduzieren oder weglassen. Den hohen Blutdruck kann der Patient am ehesten mit seiner Lebensweise reduzieren: Kein Nikotin, weniger Salz, weniger Alkohol, weniger tierische Fette, weniger Kaffee und weniger Stress. Dafür mehr aktive Erholung und Bewegung, sowie autogenes Training und andere Meditationstechniken, letzteres besonders für Leute, die gestresst sind und sich häufig ärgern. Aus der Pflanzenwelt helfen die Mistel, Hirtentäschel, Weissdorn, der gekochte Knoblauch oder Olivenblättertee.

Vorsicht im Winter: Was man in Amerika und China längst kennt, wird hier noch zu wenig thematisiert: Kalte Temperaturen können Herzbeschwerden auslösen, weil die Kälte die Blutgefässe verengen kann. Deshalb gilt für ältere Menschen und Herzpatienten: Ziehen Sie sich bei Kälte warm an, vermeiden Sie zu grosse Belastungen in der Kälte (z.B. Schnee schaufeln, anstrengende Wanderungen etc.) und kontaktieren Sie Ihren Arzt, falls sich Ihr sonst gut eingestellter Blutdruck erhöht.



Kraftsuppe

Die traditionelle Kraftsuppe stärkt und baut Blut auf. Sie ist angezeigt bei Erschöpfungszuständen, nach einer Geburt oder Krankheit, bei Personen mit Anämie/Eisenmangel oder einfach zum Stärken und Wärmen. Köcheln Sie diverses in Stücke geschnittenes Saisongemüse, einige Knoblauchzehen, ein Stück frischen Ingwer sowie je einen Teelöffel Zucker und Salz in drei bis vier Litern Wasser. Sie können der Suppe ein halbe Suppenhuhn oder etwas Rindfleisch beigeben. Die Suppe köchelt nun auf der kleinsten Stufe (nicht sprudelnd) während sechs bis 48 Stunden. Diese lange Kochzeit ist für uns ungewöhnlich, macht die Suppe aber eben zur Kraftsuppe. Gemüse und Fleisch werden zum Schluss weggeworfen, sämtliche Nährstoffe sind jetzt im Wasser. Vor dem Anrichten würzen Sie die Suppe mit Salz, Sojasauce oder Kräutern nach Wahl. Die Suppe kann während einer Woche im Kühlschrank aufbewahrt werden, erwärmen Sie jeweils Ihre Portion vor dem Trinken.

Vorsicht, die Suppe ist erwärmend und blutbewegend und soll während der Schwangerschaft, bei Bluthochdruck und im Hochsommer nicht eingenommen werden.


 

Husten, Halsweh und Heiserkeit
Ein erstklassiges Mittel gegen Husten, Heiserkeit und Stimmverlust ist der schleimlösende Rettich. Den weissen oder schwarzen Rettich aushöhlen, in die Höhle Kandiszucker füllen und über Nacht ziehen lassen. Vom entstandenen Saft nimmt man dann stündlich einen Teelöffel ein. Es funktioniert auch mit einer Zwiebel, in diesem Fall mischt man die gehackte Zwiebel ebenfalls mit Kandiszucker und lässt es zugedeckt einige Stunden ziehen. Thymiantee ist gut gegen Husten und Heiserkeit, man kann ihn trinken oder inhalieren. Bei Heiserkeit soll man kalte Getränke meiden. Ein Teelöffel Kondensmilch hilft rasch bei Hustenreiz. Wer immer wieder Halsentzündungen hat, dem empfehle ich täglich mehrere Tassen Salbeitee. Der Salbei wirkt keimabtötend und hilft bei Halsentzündungen aller Art. Bei akuten Halsschmerzen hilft das Gurgeln mit Salzwasser und heisse Halswickel, eventuell mit einigen Tropfen entzündungshemmender Arnikatinktur. Bei Husten, Halsentzündung und Heiserkeit helfen auch wärmeansteigende Fussbäder, sowieso bei Leuten mit kalten Füssen.


Blasenentzündungen

Gegen wiederkehrende Blasenentzündungen wussten unsere Grossmütter auch den einen oder anderen Tipp. Sorgen Sie stets für warme Füsse und eine geschützte, warme Nierengegend. Trinken Sie viel, besonders zwischen 15 und 19 Uhr, das ist die Aktivphase von Blase und Niere. Gute Kräuter bei Harnwegsinfekt sind der Bärentraubenblättertee (er wird nicht aufgekocht, sondern über Nacht in kaltem Wasser angesetzt und zum Trinken etwas erwärmt), die Goldrute, Tee aus Petersilie oder Liebstöckel (Maggikraut). Sie können drei Tropfen Teebaumöl in etwas Speiseöl geben und damit Ihren Blasenbereich massieren. Nach der Massage legen Sie noch eine Wärmeflasche auf den Blasenbereich. Bei chronischer Blasenentzündung soll diese Teebaumöl-Massage über drei Monate hinweg täglich gemacht werden. Machen Sie auch heisse Sitzbäder. Geben Sie soviel Wasser in die Wanne, dass Ihr Unterleib im Wasser ist. Die Temperatur soll angenehm warm sein. Während der nächsten 20 Minuten lassen Sie heisses Wasser zulaufen, bis die Temperatur 45 Grad hat. Anschliessend gehen Sie gleich ins Bett.


 

Die Fasnacht und ihre Orangen
Eine Fasnacht ohne Orangen wäre keine Fasnacht. Aber was macht man mit der Orangenschwemme? Die Orange hat zwar viel Vitamin C, aber sie wirkt kühlend auf den Organismus. Und wer sich immunkräfig und warm halten will, der soll die Orangen lieber warm einnehmen.
Kinderpunsch:
Einem Liter heissen Früchtetee eine Zimtstange und zwei Nelken zugeben, ein paar Minuten ziehen lassen und vor dem Servieren einen Liter frisch gepressten Orangensaft zugeben.
Heisse Orange:
Der frisch gepresste Saft wird in der Pfanne erwärmt (nicht gekocht), diesen schmecken Sie nach Belieben mit einer Prise Zimt, etwas Ingwer oder etwas Honig ab.
Bratorange:
Statt Bratapfel gibt’s in der Fasnachtszeit die Bratorange. Die Orangen halbieren und mit einem Messer das Fruchtfleisch von der Schale lösen. Auf jede Orangenhälfte gibt man je einen Esslöffel Puderzucker und gehackte Nüsse (je nach Lust Haselnüsse, Baumnüsse, Pinienkerne etc.), etwas Zimt und Nelkenpulver, wenig frischen Ingwer, Rosinen sowie eine Butterflocke. Die Orangenhälften kommen für cirka zehn Minuten in den heissen Backofen.


Praxis für Traditionelle Chinesische Medizin und Shiatsu
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